An Dich

Medizinisch dienstlich orientierte Rehabilitation

Wenn der Tag kommt, an dem Du nicht mehr bist,
wie Du einmal warst. 
An dem Dein Körper und Deine Seele Schaden genommen haben.

Unterstützen wir Dein erfahrenes Team.
Für Deinen Mut, um Hilfe zu bitten.

Denn wir wissen: Rehabilitation ist keine Erholung.

Wir helfen,
die Dinge verstehen zu wollen,
den Körper als Ganzes wahrzunehmen,
neue Ziele zu finden.

Wir sind an Deiner Seite, wenn es heißt,
Schmerzen zu erdulden,
nicht aufgeben zu wollen,
sich über jeden Fortschritt zu freuen.

Wir haben
den gemeinsamen Willen, Barrieren zu überwinden.

Wir sind Deine Kameraden,
wenn Du für Deine Würde als Mensch kämpfst.

Wir gehen mit Dir den Weg zurück in Dein neues Leben.

Wir, das sind Vorstand, Mitglieder,
Sponsoren und Freunde des

Ein wunderbares Video zur Vielfalt am Zentrum für Sportmedizin finden Sie hier:

 

Ein Artikel vom Tag der Bundeswehr, der es auf den Punkt bringt.

Rehabilitation ist Teamarbeit

Der Tag der Bundeswehr fand am 25. Juni erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder in Präsenz statt. Rund 15.000 Besucher informierten sich in Warendorf über die Vielfalt und Fähigkeiten der Bundeswehr. Neben vielen anderen Ausstellern zeigte auch das Zentrum für Sportmedizin ihr Fähigkeitsspektrum.

Neben der Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lambrecht, besuchte auch Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner das weitläufige Gelände. Ein Anlaufpunkt war das Team des Zentrums für Sportmedizin der Bundeswehr. Dieses präsentierte sich mit einer interaktiven Ausstellung. Die Dienststelle ist Kompetenzzentrum für somatische Rehabilitation im Sanitätsdienst und hat den Auftrag die fachliche Weiterentwicklung der dienstlich orientierten Rehabilitation durchzuführen und zu unterstützen.

Bruchfreie Weiterversorgung

In besonders komplexen Fällen mit erheblicher Bedrohung der Dienst- und Verwendungsfähigkeit schließt die Abteilung Interdisziplinäre Rehabilitation des Zentrums in einem multiprofessionellen Ansatz eine für die betroffenen Soldatinnen und Soldaten besonders gefährliche Fähigkeitslücke. Dabei sichert das Zentrum in Kooperation mit zivilen Rehaeinrichtungen und den Truppenärztinnen und Truppenärzten die bruchfreie Weiterversorgung nach Polytraumata und Erkrankungen des Bewegungssystems mit der Notwendigkeit komplexer Hilfsmittelversorgungen.

Recht auf Rehabilitation

Generaloberstabsarzt Dr. Baumgärtner im Gespräch mit zwei besonders schwer beeinträchtigten Soldaten

Generaloberstabsarzt Dr. Baumgärtner im Gespräch mit zwei besonders schwer beeinträchtigten Soldaten (Foto: PIZ Sanitätsdienst)

 

Generaloberstabsarzt Dr. Baumgärtner begrüßte im Gespräch mit dem Leiter der Dienststelle, Oberstarzt Dr. Andreas Lison, besonders den Grundsatz, dass Art und Umfang dienstlich orientierter medizinischer Rehabilitation sich nicht nach der Ursache richten dürfen. Ob im Einsatz, nach dienstlichen oder privaten Verletzungen – die konzeptionelle Weiterentwicklung einer rehabilitativen Eigenkompetenz im Sanitätsdienst basiert ausdrücklich auf dem in der United Nations- Behindertenrechtskonvention verbrieften Recht auf Rehabilitation und bestmöglichen Teilhabe.

Zutiefst beeindruckt zeigte sich der Inspekteur des Sanitätsdienstes vom Mut und der Entschlossenheit zweier besonders schwer beeinträchtigter, nicht einsatzgeschädigter Soldaten, die sich als erfahrene und gut ausgebildete Soldaten täglich bewähren.

Besonders dankte Lison dem ebenfalls angereisten Präsidenten des Fördervereins zur Unterstützung der Arbeit mit Versehrten am Standort Warendorf (FUAV), Oberstleutnant Wüsthoff, und Vorstandsmitgliedern: Denn ohne die Bereitstellung von Messebauelementen und deren persönlichen Engagement mit einer publikumswirksamen Tombola vor Ort, wäre der Erfolg der Veranstaltung nicht möglich gewesen.

„Dieser Tag hat uns viel Kraft gegeben, den Weg für unsere Kameradinnen und Kameraden konsequent weiterzugehen und hierdurch einen Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu leisten.“

Am Ende des langen Tages fasste Oberstarzt Dr. Lison noch einmal zusammen, was sein Team aus Ärzten, medizinischem Assistenzpersonal, Physiotherapeuten und zivilen Orthopädietechnikern durch die Gespräche mit einer Vielzahl von Besuchern der Ausstellung wahrnehmen konnten: Die Menschen entwickeln schnell das Verständnis vom Wesen der Rehabilitation, wenn man über persönliche Schicksale und gut erklärte Fachinhalte in den Dialog tritt. Dass der Sanitätsdienst, sich ursachenunabhängig durch dienstliche Reintegration für die einsetzt, die täglich Barrieren überwinden müssen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu behaupten, wird gerade vor dem Hintergrund einer kommerzialisierten Medizin als besonders wertvolles Attraktivitätsmerkmal empfunden.

von PIZ Sanitätsdienst