Vom 12. bis 14. Juni 2026 wurde das CASTELLO Düsseldorf erneut zum Treffpunkt für Veteraninnen und Veteranen, versehrten Soldatinnen und Soldaten, ihren Familien sowie nationalen und internationalen Gästen. Mit dem Invictus Germany Sports Festival 2026 wurde die erfolgreiche Idee der Invictus Games Düsseldorf 2023 und des ersten Invictus Germany Sports Festivals 2024 konsequent weitergeführt.
Ein Symposium welches seinesgleichen sucht „Rehabilitation und Inklusion“ eröffnet das Festival
Den Auftakt bildete am 12. und 13. Juni das medizinisch-wissenschaftliche Symposium „Rehabilitation und Inklusion“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Generalstabsarzt Dr. Meyer. Im Gegensatz zur ersten Durchführung im Jahr 2024 lag die Verantwortung für Planung, Organisation und Durchführung diesmal vollständig in den Händen unseres Fördervereins.
Dank des außerordentlichen Engagements unseres Vorsitzenden gelang es, politische und militärische Entscheidungsträger, medizinische Fachkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Ausland, aus Kirche und Gesellschaft zu einem interdisziplinären Austausch auf höchstem Niveau zusammenzubringen. Das Symposium entwickelte sich erneut zu einer einzigartigen Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und den Austausch von Erfahrungen.
Neue Schirmherrin des Fördervereins
Bereits zu Beginn des Symposiums erlebte unser Förderverein einen besonderen und bedeutenden Moment. Im Beisein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde
Frau Generaloberstabsarzt Dr. Schilling durch den Vorstand des Fördervereins feierlich die Ernennungsurkunde zur neuen Schirmherrin überreicht.
Mit der Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe setzt Frau Generaloberstabsarzt Dr. Schilling ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit den Zielen unseres Fördervereins, was Sie auch in ihrer anschließenden Eröffnungsrede zum Ausdruck brachte. Die Ernennung wurde von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen und verlieh dem Symposium bereits zum Auftakt einen würdigen Rahmen – oder anderes ausgedrückt – Willkommen an Bord – Frau Generaloberstabsarzt.
Inklusion und Rehabilitation im Fokus des Symposiums
Im weiteren Verlauf standen bewährte Verfahren ebenso wie innovative Ansätze zur Unterstützung der Behandlung, Rehabilitation und Inklusion verwundeter, verletzter und erkrankter Soldatinnen und Soldaten im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche Rehabilitation weit über die medizinische Versorgung hinausgeht. Familienangehörige, Freunde und Kameraden leisten einen unverzichtbaren Beitrag auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben und waren daher ebenfalls Gegenstand zahlreicher Vorträge.
Stellvertretend für das breit gefächerte Programm der hochkarätigen Referentinnen und Referenten seien die Vorträge von Colonel Liudmyla Panchenko und Major Maryna Salenko zum Rehabilitationssystem der ukrainischen Streitkräfte hervorgehoben. Die eindrucksvollen Schilderungen ihrer Erfahrungen und Herausforderungen hinterließen bei den Zuhörerinnen und Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck. Die Aufmerksamkeit und Betroffenheit im Saal waren während ihrer Vorträge förmlich greifbar.
Ein weiterer Höhepunkt waren die beiden Podiumsdiskussionen an den Veranstaltungstagen. Sie entwickelten sich zu wahren Publikumsmagneten und boten die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Kirche, Militär, Medizin und Gesellschaft zusammenzuführen. Besonders die Podiumsdiskussion am Samstag, die von dem bekannten Sportjournalisten Sven Voss moderiert wurde, beeindruckte durch ihre fachliche Tiefe und zugleich sehr persönliche Atmosphäre. Die offenen Gespräche und bewegenden Beiträge der Diskutierenden machten beide Gesprächsrunden zu einem besonderen Erlebnis, welches den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Das Symposium leistete erneut einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Themen „Rehabilitation und Inklusion“ in die breite Öffentlichkeit getragen wurden. Als Förderverein sind wir stolz darauf, einen entscheidenden Anteil daran zu haben.
Wertschätzung der besonderen Art
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freitagabend nach Abschluss des ersten Tages des Symposiums. Auf Einladung des Landtags Nordrhein-Westfalen wurden das gesamte deutsche Team der Athletinnen und Athleten, deren Family & Friends sowie der Vorstand unseres Fördervereins zu einem feierlichen Empfang in den Landtag eingeladen.
Dort angekommen wurden alle herzlich vom Vizepräsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, Rainer Schmeltzer willkommen geheißen. In der sich anschließenden Rede würdigte er die Bedeutung von Rehabilitation, Inklusion und gesellschaftlichem Zusammenhalt und hob das außergewöhnliche Engagement eines jeden einzelnen hervor. Im Anschluss bot der Empfang Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und einem regen Austausch in einem
besonderen Ambiente.
Ein weiterer Moment dabei war die Möglichkeit für alle Anwesenden, sich in das Gästebuch des Landtags Nordrhein-Westfalen einzutragen. Für die Athletinnen und Athleten sowie deren Family & Friends war dies eine besondere Geste der Anerkennung und Wertschätzung. Dieser Eintrag wird als bleibende Erinnerung an einen außergewöhnlichen Abend und als sichtbares Zeichen der gesellschaftlichen Verbundenheit in Erinnerung bleiben.
Gemeinschaft über Grenzen hinweg – Sport als Motor der Rehabilitation
Nach anderthalb Tagen intensiven fachlichen Austauschs stand dann das Herzstück von Invictus -_Germany im Mittelpunkt: der Sport. Was in den Vorträgen und Diskussionen theoretisch beschrieben wurde, wurde auf den Wettkampfflächen des CASTELLO Düsseldorf eindrucksvoll mit Leben gefüllt.
Nach der feierlichen Eröffnung begannen am Samstagnachmittag die sportlichen Wettbewerbe, die am Sonntag fortgesetzt wurden. Diesem Moment hatten die Athletinnen und Athleten ebenso wie ihre Familien, Freunde und Unterstützer seit Monaten entgegengefiebert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, der Ukraine, Frankreich, Australien, Litauen, Polen, Belgien und Blue-Light-Organisationen traten in den Disziplinen Indoor-Rudern, Tischtennis, Sitzvolleyball und Spinning gegeneinander an.
Doch wie bei allen Invictusveranstaltungen standen nicht Medaillen oder Platzierungen im Mittelpunkt, sondern die Menschen und ihre Geschichten.
Mit beeindruckendem Mut, Teamgeist und Durchhaltevermögen zeigten die Athletinnen und Athleten, welche Kraft der Sport für die Rehabilitation entfalten kann. Wer das CASTELLO an diesem Wochenende betrat, spürte sofort die besondere Atmosphäre: Freude und Stolz, Tränen und Lachen sowie ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl machten das Festival zu weit mehr als einer Sportveranstaltung – sie ließen das unverwechselbare Invictus-Gefühl wieder aufleben.
Bleibende Erinnerungen schaffen
Was mit dem Symposium begann, setzte sich an unserem Stand im Bereich der Wettkampfstätten eindrucksvoll fort. Während des gesamten Festivals riss der Besucherandrang nicht ab. Athletinnen und Athleten sowie deren Familien und Freunde aus allen teilnehmenden Nationen suchten das Gespräch mit unserem gesamten Vorstandsteam und informierten sich über die Arbeit, Projekte und Ziele unseres Fördervereins. Die vielen persönlichen Begegnungen und bewegenden Gespräche machten einmal mehr deutlich, wie wichtig der direkte Austausch innerhalb der Invictus-Gemeinschaft ist.
Einen großen Zuspruch fanden erneut der eigens vom Förderverein gestaltete Festival-Patch sowie die Ausstattung des Team Deutschland und seiner Family & Friends mit den offiziellen Team- und Family-Shirts. Schon nach kurzer Zeit waren die Shirts und Patches überall im CASTELLO präsent – auf den Wettkampfflächen, den voll besetzten Zuschauerrängen aber auch auf Basecaps, Jacken, Taschen und Rucksäcken. Sie wurden zu einem sichtbaren Symbol der Zusammengehörigkeit und machten die starke Gemeinschaft der Invictus-Familie für alle erlebbar. Selbst der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Herr Henning Otte, der das Symposium spontan besuchte und anschließend dem Festival beiwohnte, ließ es sich nicht nehmen, ein Family-&-Friends-Shirt anzuziehen und die Athletinnen und Athleten begeistert von den Zuschauerrängen aus anzufeuern.
Ein weiterer Anziehungspunkt war die vom Förderverein präsentierte 3 × 2 Meter große Flagge des deutschen Teams für die Invictus Games Birmingham 2027. Fast jeder der im Castello war verewigte sich mit motivierenden Worten, guten Wünschen und persönlichen Botschaften auf der Flagge. Damit entstand bereits jetzt ein sichtbares Zeichen der Unterstützung unser Team Deutschland auf seinem Weg zu den Invictus Games 2027.
Gänsehaut pur
Ein ganz besonderer Höhepunkt für unseren Vorstand selbst, war die Möglichkeit, im Rahmen der Siegerehrungen selbst die Medaillen an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler überreichen zu dürfen. In die strahlenden Gesichter der Athletinnen und Athleten zu blicken, ihre Freude und oftmals auch die Tränen des Glücks mitzuerleben, waren Momente, die sich tief ins Gedächtnis eingeprägt haben. Genau diese Augenblicke machen den Geist von Invictus aus und werden unserem gesamten Team unvergesslich bleiben.
Ein Vorsitzender sprachlos
Auch einen Vorsitzenden kann man mal sprachlos machen. Am Samstagabend erfuhr Stephan Wüsthoff eine besondere Würdigung vor allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Invictus Germany Sports Festivals. In Anerkennung seines besonderen Engagements sowie seiner Unterstützung wurde er mit Wirkung zum
1. Juli 2026 in den Beirat von Invictus Germany/Team Respect e. V. berufen. Die feierliche Bekanntgabe dieser Berufung wurde von den Anwesenden mit großem Applaus begleitet und unterstrich die enge Verbundenheit zu unserem Förderverein.
Fazit
Für unseren Förderverein waren es drei intensive, emotionale und zugleich äußerst erfolgreiche Tage. Überall dort, wo wir präsent waren, entstanden neue Kontakte, wertvolle Gespräche und nachhaltige Verbindungen. Besonders erfreulich ist, dass sich zehn Menschen während des Festivals entschieden haben, Mitglied unseres Fördervereins zu werden. Dieses Vertrauen bestätigt uns in unserer Arbeit und ist zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit der Invictus-Gemeinschaft konsequent weiterzugehen.
Impressionen:
Alle auf den Bildern bzw. Videos gezeigten Personen haben mit Einverständniserklärung (gemäß Europäischer Datenschutz Grundverordnung, auch Eltern für ihre Kinder) der Veröffentlichung ihres Bildes Invictus Germany zugestimmt.













































Infos zur „Gelben Schleife“