Bei PTBS ist jeder gefordert – auch der FUAV engagiert sich

Bei herrlichem Frühlingswetter richtete die Landesgruppe Hamburg des Reservistenverbandes vom 20.04.bis 21.04.2018 den 4. Hamburger PTBS-Kongress (Posttraumatische Belastungsstörungen) an der Führungsakademie der Bundeswehr aus. Wie schon in den vorangegangenen Jahren war der FUAV mit seinem Informationsstand vertreten.

Hak DICH ein … mach mit

Großes Interesse erreichten wir bei allen Kongressteilnehmern mit unserem aktuellen Projekt „Hak DICH ein … mach mit“. Inhaltlich befasst sich die Aktion mit der finanziellen und ideellen Förderung von Besuchen unserer Versehrten mit Ihren Familien von Tief- und Hochseilgärten. Beim Überwinden jenes Tief- und Hochseilgartens werden u.a. Selbstvertrauen, Vertrauen in andere Personen, Überwinden von Ängsten, Kommunikation und nicht zuletzt die Wahrnehmungsfähigkeit mit allen Sinnen gefördert. Darüber hinaus eignet er sich ideal für Teambuilding-Maßnahmen vor nationalen und internationalen Wettkämpfen im Para- und Versehrtensport, sowie als Erlebnissport-Events für Familienwochenenden für Teilnehmer aus dem Programm der Sporttherapie in Warendorf.

Neben der reinen Spendensammlung zur finanziellen Realisierung des Projektes ist uns auch die ideelle Unterstützung unserer Versehrten sehr wichtig. Deshalb wurde jeder Spender gebeten, ein gelbes Band, welches generell als Symbolik für die Solidarität und Wertschätzung für Soldaten steht, mit Wünschen, Emotionen und/oder Namen für unsere Versehrten zu beschriften.

Diese Bänder sind mit einem Karabiner versehen, welcher auf den Tief- und Hochseilgarten hinweist. Nach der Beschriftung hakt sich der Spender mit seinem individuell gestalteten „Yellow-Rippen-Karabiner“ symbolisch ein und drückt somit seine Wertschätzung und Teilhabe am Schicksal unserer Versehrten aus. Alle Yellow-Rippen-Karabiner werden beim Besuch im Tief- und Hochseilgarten in den Ablauf integriert. Dadurch wird sichergestellt, dass die Bänder auch bei unseren Versehrten ankommen und gelesen werden.

Unser Team vor Ort, bestehend aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter, konnte in vielen Gesprächen ausführlich über die Aktion berichten und um Unterstützung werben.

Auch hochrangige Besucher des Kongresses wie z.B. Vizeadmiral Rühe, Stellvertreter des Generalinspekteurs, ließen sich ausführlich über das aktuelle Projekt sowie zukünftige Vorhaben und den damit verbundenen Herausforderungen berichten.

Wir freuen uns sehr über sein großes Interesse und seiner Zusage, den FUAV zukünftig als Mitglied zu unterstützen.

Der Stellvertreter des Generalinspekteurs ließ es sich nicht nehmen, einen Yellow-Ribbon-Karabiner zu beschriften…

…. und sich einzuhaken.

Operation Heimkehr

Auch Tony Ewert ließ es sich ebenso nicht nehmen, sich mit seiner Partnerin einzuhaken und als Betroffener allen denen, die ebenfalls betroffen sind, eine „Emotion“ mit auf den Weg zu geben. Im Zuge dessen versah er neben Thomas Gärtner mehrere Ausgaben des Buches „Operation Heimkehr“ mit einer persönlichen Widmung.

Invictus-Games

Natürlich hakte sich auch unser Fördermitglied OTA d. R. Dr. Schubmann, Chefarzt der Dr. Becker Klink Möhnesee, ein.

Im Rahmen seines Vortrages schilderte er dem Auditorium eindrucksvoll seine Impressionen von den Invictus-Games 2016, welche er als Teamarzt für das Team Deutschland besuchen durfte. Er würdigte in seinem Vortrag auch ausführlich die Unterstützerrolle des FUAV. In der sich anschließenden Diskussion wurde u.a. durch den Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr , Herrn Oberst Michael Maul, die Rolle des FUAV als „AddOn“ zu den bestehenden sehr guten Leistungen des Dienstherren im Rahmen der Teilnahme unserer Versehrten an den Invictus-Games, dargestellt. Werden z.B. die Flugkosten für das Team Deutschland inkl. der „Family and Friends“ Gruppe komplett durch den Dienstherren übernommen, stellt der FUAV die notwendigen Leistungssportgeräte zur Verfügung.

Die durch den Dienstherrn bereitgestellten therapeutischen Sportgeräte eigenen sich hervorragend für die Sporttherapie in Warendorf, jedoch nur bedingt für Wettkämpfe auf Leistungssportebene. Nicht zu Letzt durch diese Diskussion war unser FUAV am Ende bei allen Kongressteilnehmern bekannt.

Lieber Rainer, vielen Dank an dieser Stelle für deine Worte.

Auch inhaltlich hatte der Kongress viel zu bieten. Viele unterschiedliche Vorträge trafen auf ein interessiertes Auditorium und führten zu vielen lebhaften Diskussionen im Saal und in den Pausen. Wir bedanken uns bei den Organisatoren für den gelungenen Kongress und für die Einladung.

Am Ende des Kongresses konnte unser Team vor Ort auf eine wirklich erfolgreiche Netzwerkarbeit, 130 Euro Barspenden und 2 neue Mitglieder (davon 1 Fördermitglied) blicken.

Nachstehende Bilder zeigen weitere Teilnehmer des Kongresses beim einhaken.

Auch unser PTBS-Beauftragter im BMVg hakte sich ein.

unser Fördermitglied Dr. Matthias Witt-Brummermann

unser Mitglied Ruhla Strehl

unser Mitglied Dr. Dörthe Lison

Die Organisatorin des Kongresses – HFw Christiane Müller

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